Schnabelweid

  • Autor: Vários
  • Narrador: Vários
  • Editor: Podcast
  • Duración: 46:34:58
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Informações:

Sinopsis

«Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen. Lesungen von MundartautorInnen, Lieder von MundartsängerInnen, Geschichten und Beiträge zur Mundartkultur von Freiburg bis ins St.Galler Rheintal und von Schaffhausen bis zu den Walsern.

Episodios

  • Solothurner Mundart vom Feinsten: Josef Reinhart (1875-1957)

    21/08/2025 Duración: 57min

    Seine Gedichte wurden zu Volksliedern, die bis vor einer Generation jede und jeder kannte. Aber der Name des Schöpfers von «D Zyt isch do», «Mys Briefli» oder «Der Heimetvogel» ist kaum noch jemandem geläufig. Höchste Zeit, dies anlässlich des 150. Geburtstages des Dichters zu ändern! Zeit seines Lebens schrieb Josef Reinhart vom Galmis, dem abgelegenen Hof bei Solothurn, wo er aufgewachsen ist. Die Natur, die Menschen dort und der Kontrast dieses Inbegriffs von Heimat zur Welt ausserhalb, vor allem zur Stadt Solothurn, bildeten die Grundlage seines in der Romantik gründenden Welt- und Literaturverständnisses. Modern dagegen ist seine literarische Mundart - nicht im Wortschatz, der ist atemberaubend altertümlich und schön. Aber in der Art und Weise, wie Reinhart dem Volk aufs Maul schaut, wie unmittelbar und lebendig seine Figuren reden. Das hat Witz und Humor, den man Reinhart, der als Heimwehdichter gilt, nicht unbedingt zutraut. Rund 160 Erzählungen und unzählige Gedichte hat Reinhart in seinem Lehrerl

  • Wie steht es um die Schweizer Mundartliteratur?

    14/08/2025 Duración: 56min

    Die letzten 15 Jahre lassen sich vielleicht als Blütezeit der Mundartliteratur in der Schweiz beschreiben. Doch wie geht es jetzt weiter? Wir werfen einen Blick in die Runde und fragen nach bei verschiedenen Akteurinnen und Akteuren, die an der Produktion von Mundartliteratur beteiligt sind. Droht der Mundartliteratur in der Schweiz die Überalterung, weil etablierte Autorinnen und Autoren langsam weniger publizieren? Wie steht es um den Nachwuchs? Lohnt es sich heute überhaupt noch, als Verlag Bücher auf Mundart zu publizieren, obwohl der Markt klein und die sprachlichen Herausforderungen gross sind? Und was treibt junge Autorinnen und Autoren an, trotzdem auf Mundart zu schreiben? Diesen Fragen und noch vielen mehr gehen wir auf unserer Rundschau in die aktuelle Schweizer Mundartliteratur nach. Als Expertinnen und Experten aus der Branche geben Iris Stalder (Leiterin Belletristik, Cosmos Verlag), Matthias Burki (Verleger, Der gesunde Menschenversand) und Olga Lakritz (Zürcher Autorin) Auskunft über ihre Pe

  • Sommerserie: Historische Berufsbezeichnungen

    07/08/2025 Duración: 56min

    Medikaster, Chüechlimueter, Hübscherin, Sittegäumer oder Liichebitter. Fünf historische Bezeichnungen für Berufe und Tätigkeiten, die früher - teilweise noch heute - von grosser Wichtigkeit waren. Ein sprach- und kulturgeschichtlicher Rundgang. Ärzte Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit unterschied man zwischen akademisch geschulten Medizinern (Medicus, Physikus), handwerklichen Erfahrungsmedizinern (Chirurgus, Arzet, Bader) und Pseudomediziner (Medikaster, Quacksalber). Was steckt hinter diesen Berufsbezeichnungen? Hebammen Hebammen hatten auch früher eine so wichtige Funktion in der Gesellschaft, dass sie Misstrauen und Verfolgung ausgesetzt waren. Alte Ausdrücke für den Hebammen sind Hälfmueter, Chindmueter, Chüechlimueter, Luschterfrau oder auch scherzhaft Hebusle. Prostituierte/Sexarbeiterinnen Frauen, die ihren Lebensunterhalt mit Sexarbeit verdienen mussten, wurden oft sehr abschätzig als Schluenz, Ramsle oder Chlunte bezeichnet. Bezahlte oder unbezahlte Konkubinen dagegen hiessen Hübscherin ode

  • Kulinarische Begriffe vo Gumelistunggis bis Kafi Lutz

    31/07/2025 Duración: 56min

    Der Mundartsommer ist geprägt von inhaltlich thematischen Wochen. In dieser Woche geht’s um Dialektwörter aus dem Bereich Essen-Trinken. Was gibt’s für Varianten für Kartoffelstock? Was ist der Unterschied zwischen Kafi fertig und Kafi Lutz? Kann man Sunnewirbel essen? Und wo sagt man auf Schweizerdeutsch Bummeli für Bonbon? Die Fragen der Radiohörerinnen und -hörer fordern die SRF-Mundartredaktion immer wieder heraus. Gebündelte Antworten gibt es am letzten Julitag. A Gueta und Proscht!

  • Mundart-Songtexte unter der Lupe

    24/07/2025 Duración: 56min

    Was macht einen «besonderen» Mundart-Songtext für unseren Mundartredaktor aus? Was steckt hinter den Bildern und Assoziationen, mit denen aktuelle Mundartsängerinnen und -Sänger in ihren Texten arbeiten? Diesen Fragen gehen wir heute auf dem Grund. Wer sich genau auf den Text von Liedern achtet, wird in aller Regel belohnt. Mit etwas Glück findet man dabei sogar echte Trouvaillen, die auf ein grosses dichterisches Talent der Texterinnen und Texter dahinter schliessen lassen. In der heutigen Sendung geht Mundartredaktor Simon Leuthold einer subjektiven Auswahl aktueller Mundartsongs auf den Grund und nimmt ihre Texte genauer unter die Lupe. Es gibt viel zu entdecken: Spielereien mit Doppeldeutigkeiten, Leerstellen, die mehr sagen als viele Worte, eine brennende Karriereleiter im Hinterhof als Bild für den selbstverschuldeten Stillstand – und eine alles einnehmende, zähe Sauce, die immer und überall hervorzuquellen droht. Um diese Songs geht es in der Sendung: · Andryy: Mich oder Züri · Nina Valotti: Rauch

  • Von «Chäs und Brot» ans «End der Welt»: lustige Haltestellennamen

    17/07/2025 Duración: 56min

    Wie kommt ein Ort zum Namen «Neuewelt»? Warum gibt es in Zug eine Haltestelle «Schutzengel»? Und stand beim «Galgenfeld» wirklich einmal ein Galgen? In dieser Sendung erfahren Sie es! Im dichten Schweizer ÖV-Netz finden sich etliche Haltestellen mit lustigen bis merkwürdigen Namen. In Bern gibt es gleich mehrere: «Chäs und Brot», «Henkerbrünnli» oder «Galgenfeld» - und «Wander», benannt nach einer Firma, die dort gar nicht mehr ansässig ist. Aber auch ausserhalb der Bundesstadt trifft man auf lustige ÖV-Haltestellen-Namen, etwa «End der Welt» bei Magglingen, oberhalb von Biel, «Neuewelt» in Münchenstein bei Basel, «Schutzengel» in Zug oder «Wienacht» im Kanton Appenzell Ausserrhoden. Und nicht zu vergessen die vielen «Lache» und «Brüel» - die nichts mit positiven oder negativen Emotionen zu tun haben, sondern vielmehr mit wässrigem Untergrund. Genausowenig wie «Gaggi Säge» und «Bisisthal» mit Kot oder Urin. Wir gehen in dieser Sendung den Hintergründen von solch merkwürdigen Haltestellen-Namen nach und sor

  • «Als Zwipf e Bundesziegel»

    10/07/2025 Duración: 55min

    Wer so etwas sagt, ist vielleicht einer oder eine der 8’497 Rekruten und Rekrutinnen, welche am 30. Juni in die RS (Rekrutenschule) eingerückt sind. «Zwipf» ist die Abkürzung für «Zwischenverpflegung» und «Bundesziegel» eine Metapher für die trockenen «Militärguetsli». Was ist das für eine Sprache? Eines ist sofort klar: Wer nie im Militär war, hat Mühe zu folgen. Nebst Fachbegriffen wimmelt es nur so von Abkürzungen (AdA = Angehöriger der Armee) und Kommandos (Abtreten!). Nebst der offiziellen Sprache hat sich unter Soldatinnen und Soldaten eine inoffizielle Sprache entwickelt, welche das System der Abkürzungen übernimmt. Ein «DAdA» ist der «dümmste anzunehmende Angehörige der Armee» oder «SBG SKA» bedeutet «suchen bis gefunden, sonst kein Ausgang». Unter den ironischen Begriffen gibt es nebst Abkürzungen auch Metaphern wie «Chlöpfbäse» für das Gewehr oder «Grindweh-Gamälle» für den Stahlhelm. André und Nadia lassen zudem eine junge Frau Wachtmeister zu Wort kommen, wie die Militärsprache auf sie wirkt, un

  • Schweizer Französisch tönt anders!

    03/07/2025 Duración: 56min

    Das Französisch in der Romandie ist nicht dasselbe Französisch wie in Paris. In dieser Sendung zeigen wir die auffälligsten Unterschiede auf. Ausserdem zeigen wir, wie sich die Einstellung der Romandes und Romands zu ihren regionalen Eigenheiten gewandelt hat. Genau wie im deutschen Sprachraum gibt es auch im französischen regionale Unterschiede. Das Französisch der Romandie unterscheidet sich von jenem in Belgien, Paris oder Südfrankreich - und zwar in allen Bereichen der Sprache: In der Aussprache, im Tempo, im Wortschatz und im täglichen Sprachgebrauch. Zusammen mit dem Sprachwissenschaftler Mathieu Avanzi von der Universität Neuenburg schauen wir auf die Eigenheiten des Schweizer Französisch. Ausserdem beleuchten wir die sprachliche Seite des komplexen Verhältnisses der Romandie zum grossen Nachbarn Frankreich und zum kulturellen Zentrum der Frankofonie: Paris. Laut Avanzi zeigt sich hier nämlich ein neuer Stolz auf die sprachlichen Eigenheiten in der Romandie. Eine uralte Hieroglyphen-Geschichte und e

  • Lisa Christ – Die ersten dreissig Jahre

    26/06/2025 Duración: 54min

    Lisa Christ ist angekommen. Sie hat zwei Bühnenprogramme geschrieben und den Salzburger Stier gewonnen. Jetzt veröffentlicht sie mit «Wir tun nur so» ihre beiden Bühnenprogramme in Buchform. Zeit für sie, zurück- und gleichzeitig nach vorne zu schauen. Lisa Christ ist 34 Jahre alt. Und trotzdem gibt es bereits zwei Bühnenprogramme von Ihr. «Ich brauche neue Schuhe» und «Love*», die sie nun in Buchform veröffentlicht. In beiden Programmen geht sie den Themen nach, die sie in jungen Jahren beschäftigt haben und teilweise immer noch beschäftigen: Die Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern, Rassismus und andere Ismen und die Frage, warum die Dinge wie so sind, wie sie sind. Jetzt sitzt sie in ihrem Atelier und arbeitet an einem neuen Bühnenprogramm. Neue Themen kommen dazu, ältere erscheinen in neuer Form. Und auch sie selbst ist plötzlich in einer anderen Situation: Sie ist arriviert und erwachsen geworden.

  • Schweizerdeutsch hat keine Zukunft!

    19/06/2025 Duración: 56min

    Nein, es geht nicht um den vielbeschworenen Niedergang unserer Dialekte oder gar um die Frage, ob Schweizerdeutsch ausstirbt. Was Markus Gasser und Nadia Zollinger diskutieren, ist die Zukunft als grammatikalische Verbform im Schweizerdeutschen. Viel weniger dramatisch also! In der Mundart wird die Zukunft mit dem Präsens ausgedrückt: «Ich chume morn verbi», statt wie auf Hochdeutsch «Ich werde morgen vorbeikommen». Doch so idealtypisch, wie sich das Nadia wünscht, ist die Realität längst nicht mehr. Denn Sätze wie: «Ich wirde mir nie es Huus chönne läischte» oder «du wirsch die Prüefig beschtaa» hört man immer häufiger. Warum ist das so? Und warum gibt es im Schweizerdeutschen mit dem Präsens und dem Perfekt lediglich zwei Zeiten, im Gegensatz zum Hochdeutschen mit seinen sechs Zeiten? Markus und Nadia reisen auch tief in die Vergangenheit, um den gegenwärtigen Zustand der Zukunft zu verstehen. «Dir wärded stuune!» Familiennamen Alig und Basig Der Name Alig stammt aus verschiedenen Gemeinden rund um d

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